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Flächenmaß: 158.225 Hektar Einwohnerzahl: 384.949 (2000)

Wo die Sonne immer lacht


Als die Naturschönheiten auf der Erde verteilt wurden, hat Alanya einen besonders grossen Anteil ab bekommen. Einer der schönsten Küstenabschnitte des gesamten Mittelmeeres befindet sich in Alanya. Der kilometerlange Strand besteht zumeist aus Sand. An manchen Orten ist der Sand so fein, dass er nicht an der Haut kleben bleibt…

In Richtung Alanya gleich hinter dem Mittelmeer, dessen Farbenspiel von blau bis türkis reicht erhebt sich das westliche Taurusgebirge… Mit seinen Fichten- und Zedernwäldern, direkt aus den Gipfeln entspringenden Wasserläufen und malerischen Tälern wird hier eine vollkommen andere Welt erschaffen…


Wenn im Zentrum der Stadt die Orangenbäume blühen ist es, als wäre die Luft mit Parfum gewaschen worden; zu jeder Jahreszeit schmücken farbenfrohe Blumen die Strassenränder, so dass sich die Augen und die Seele der Betrachter an diesem Anblick erfreuen können… Die Höhlen sind teils vom Land und teils vom Meer aus zu erreichen; bezaubernd, geheimnisvoll, heilsam… Und die Sonne, sie ist das Leben… Alanya ist der Ort, an dem die Sonne lacht.....

Die Beliebtheit Alanyas, von Einheimischen und Europäern, beruht auf der besonderen Eigenschaft der touristischen Einrichtungen, der Hotels und der Strände. Die kilometerlangen Strände sind für jeden offen zugänglich. Auch die Hotels sind nicht wie in andere Ferienorte, Bettensilos für Massentourismus hinter Mauern und Zäunen, sondern haben eine 50-100 Zimmerkapazität, sind komfortabel und sehr fein. Sie befinden sich entlang der Strände oder liegen im Zentrum verteilt und werden in familiärer Atmosphäre professionell geführt.

VORORTE von ALANYA

AVSALLAR: Avsallar ist eine kleine Siedlung und liegt 23 km westlich von Alanya.

Die grüne Landschaft aus den Plantagen (Zitrusfrüchte und Bananen) und die Blautöne des Meeres mischen sich hier und begeistern die Besucher dieses Gebietes.

Klares Meerwasser und saubere Strände sind die besonderen Eigenschaften dieser Gegend. Hier befindet sich ein sehr beliebter Campingplatz, der im Wald, am Rande des berühmten „Incekum“- Strandes (feiner Sand) liegt. Hier haben Sie die Möglichkeit die Ruhe des Waldes und zugleich Badespaß an diesem berühmten Strand zu erleben. „Yahyaoglu und Coban-Brücken“und „Zindantepesi“ im Hacilar Wohnbezirk sind andere Sehenswürdigkeiten hier vor Ort.

Avsallar hat 8.493 Einwohner und ein Flächenmaß von 3 km2. Die medizinische Versorgung wird durch eine städtische Gesundheitsstation und  6 Apotheken geleistet.

In diesem Gebiet gibt es viele große und kleine Hotelanlagen, die jedes Jahr von vielen Touristen aus verschiedenen Ländern besucht werden. Alle 15 bis 20 Minuten startet ein öffentlicher Bus von Okurcalar nach Alanya und zurück. Diese Siedlung wurde im Jahre 1987 zur Gemeinde erklärt.


DEMIRTAS: Demirtas ist eine kleine Siedlung mit 3.864 Einwohnern und liegt ca. 30 km von Alanya entfernt.

Hier kann man die traditionelle Lebensweise der einheimischen Bevölkerung aus der Nähe betrachten.

Die Touristik hat sich hier noch nicht so weit entwickelt wie in anderen Gebieten. Zwar gibt es hier vereinzelt Feriendomizile der inländischen Touristen, aber Hotelanlagen kann man in diesem Gebiet kaum finden.

In diesem Gebiet werden hauptsächlich Zitrusfrüchte, Gemüse und Obst angebaut.

Die noch unberührte Landschaft in Demirtas ist wirklich bewundernswert.

Für die medizinische Versorgung steht hier eine städtische Gesundheitsstation und eine Apotheke zur Verfügung. Alle 10 Minuten fährt ein öffentlicher Bus von Okurcalar nach Alanya und zurück.

Ein kleiner Ort, in dem man die Natur ungestört genießen kann. Demirtas wurde im Jahre 1992 zur Gemeinde berufen.


KARGICAK: Das kleine Dorf Kargicak befindet sich inmitten herrlicher Landschaft und liegt 25 km östlich von Alanya.

Die unberührte Natur in Kargicak ist besonders für die Naturliebhaber sehr verlockend. Die viele Bananenplantagen und durch den Gemüseanbau geniesst dieser Ort eine besondere Schönheit.


Laut Anordnung der Gemeinde darf hier nur bis 3 Stockwerke gebaut werden. Kargicak hat 4.146 Einwohner.

Die öffentlichen Busse der Gemeinde Kargicak sorgen für Verbindung nach Alanya. Alle 20 Minuten fährt ein Bus nach Kargicak und wieder zurück.

Im Jahre 1998 wurde Kargicak zur Gemeinde erklärt.


KESTEL: Die Siedlung Kestel mit einigen Sehenswürdigkeiten liegt 7 km östlich von Alanya.

Dim Cay (Bach) ist zudem ein sehr gefragtes Ausflugsziel, wo man inmitten der Taurusberge, in herrlicher Natur, die Füße im kühlen Wasser des Baches streckt, köstliche Grillgerichte essen und in dem klaren Wasser des Baches baden kann.

In Kestel werden sie die Gelegenheit haben, eine wahre Naturaussicht zu erleben.

Aufwärts des Dim Flusses, auf den Taurusgebirgen, wird ein großes Wasser-Kraftwerk errichtet, der das Wasser und Strombedarf des ganzen Gebietes decken soll.

Die hier angebauten tropischen Früchte können sie im Frühjahr auf den Märkten von Alanya finden.

In Kestel befinden sich ebenfalls viele große und kleine Hotelanlagen.

Eine städtische Gesundheitsstation steht hier zur Verfügung der Einwohner.

Kestel wurde im Jahre 1991 zur Gemeinde berufen.


KONAKLI: Konakli ist ein idyllischer Ferienort mit 28.000 Einwohnern und liegt ca. 15  Km. westlich von Alanya.

In Konakli finden sie die älteste geschichtliche Kultur dieses Gebietes. Es lohnt sich diese Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Bedeutendste Einkommensquelle in Konakli ist Touristik. Aber auch Anbau in den Gewächshäusern ist hier besonders verbreitet. Jeden Mittwoch werden die frisch geernteten Gemüse auf dem Bauernmarkt zum Verkauf angeboten.



Bemerkenswert sind aber insbesondere noch die sehr modernen und luxuriösen Hotels am Strandgebiet dieses schönen Ortes.






MAHMUTLAR: Mit seinen 23.000 Einwohnern ist Mahmutlar der größte Vorort und liegt 13 km östlich von Alanya entfernt.

Es ist ein schöner Ort mit ca. 49 Hotelanlagen und einem 4,5 km langer Strand.

Tourismus, Obst und Gemüseanbau sind die wichtigsten Einkommensquellen des Ortes. Jeden Dienstag und Samstag findet ein Bauernmarkt statt, auf dem Bauern ihre selbst gezüchteten Waren anbieten.

Eine Gesundheitsstation, eine Privatklinik und 3 Apotheken stehen für die medizinische Versorgung zur Verfügung.

Die öffentlichen Busse fahren alle 10 Minuten nach Alanya und zurück.

In Mahmutlar gibt es ebenfalls historische Sehenswürdigkeiten, wie die Syedra Burg und die antike Stadt Iotape.


OBA: Ein schöner Vorort von Alanya mit 20.040 Einwohnern. Er liegt ca. 3 km östlich von Alanya, inmitten der grünen Landschaft, an den Ausläufern des bildhübschen Taurusgebirges.

Oba entnimmt seinen Namen vom Oba-Bach, der mitten durch diesen kleinen Vorortes fließt. In der grünen Landschaft werden Orangen, Mandarinen, Zitronen, Avocado und Erdbeeren angebaut. Daher besteht die Landschaft aus den Plantagen der vielfältigen Obst- und Zitrusfrüchte, deren Blüten im Frühjahr blühen und im ganzen Gebiet einen hervorragenden Duft verbreiten.

Die Grenze von Oba reicht bis zum Strandgebiet, wo sich viele Hotels befinden. Oba ist auf der anderen Seite auch ein Urlaubsort mit seinen schöner Orangenbeach und einem neu errichteten Einkaufszentrum.

Hier befindet sich eine öffentliche Gesundheitsstation und öffentliche Busse fahren im 15 Minuten Abstand. Sie sorgen für eine schnelle und sichere Verbindung in das Stadtzentrum von Alanya. Oba ist für seine verschiedenen Sorten sonnengereifter Orangen bekannt.

Oba wurde im Jahre 1989 zur Gemeinde ernannt.


OKURCALAR: Okurcalar liegt 32 km westlich von Alanya und hat 11.876 Einwohner.

Es ist eine schöne "Kleinstadt" mit einem Flächenmaß von 135 km2.

Tourismus, Bananenanbau und Tierzucht sind die Einkommensquellen in diesem Gebiet.

Hier gibt es ca. 20 moderne Hotelanlagen, die jedes Jahr von vielen Touristen besucht werden.

Die historische Alara Burg befindet sich in Okurcalar und der berühmte Alara Bach hat seinen Namen von dieser am Rande seines Ufers alleinstehenden, historischen Burg. Unter anderem gibt es hier auch die historische Sehenswürdigkeit „Sarburun“ zu sehen.

Dieser kleine Ort befindet sich am Rande der D-400 Strasse und alle 5 Minuten fährt ein öffentlicher Bus nach Alanya und zurück.

Für gesundheitliche Fürsorge gibt es hier eine städtische Gesundheitsstation, eine Privatklinik und 3 Apotheken.

Im Jahre 1996 wurde diese Siedlung zur Gemeinde ernannt.


TOSMUR: Tosmur ist ein kleiner Vorort mit 5.279 Einwohnern und liegt 3,5 km östlich von Alanya. In diesem Gebiet wird hauptsächlich Obst und Gemüse angebaut.

In dem netten Ort gibt es einen kleinen Bazar. Die kleinen Geschäfte sind aus Holz gebaut.



Tosmur in den Sommermonaten verwandelt sich durch die vielen Besucher aus dem In- und Ausland zu einer kleinen lebendigen Stadt. Hier werden Sie die Gelegenheit haben viele verschiedene Souvenirs und Textilwaren nach ihren Geschmack zu finden.

Der Aquapark in Tosmur bietet Bade- und Rutschvergnügen für jung und alt.



HISTORISCHE STÄTTEN - ALANYA

DIE BURG VON ALANYA: Die Burg befindet sich auf einer Halbinsel, die an ihrer höchsten Stelle 250 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Die Gesamtlänge der Mauern der Burg beträgt 6500 Meter. Die Felsnase, auch bekannt unter dem Name Kandeleri, war die ganze Geschichte hindurch bewohnt. Erst in der hellenistischen Zeit wurde die Halbinsel mit einer Stadtmauer umbaut. Die Festung an sich wurde nach der Eroberung durch den Seldschuken Herrscher Alaeddin Keykubat I. im Jahre 1221 im Verlauf des 13. Jahrhunderts erbaut. Die Burg verfügt über 83 Türme und 140 Burgtürme. Um die Wasserversorgung der innerhalb der Festungsmauern gelegenen Siedlung garantieren zu können, wurden bereits im Mittelalter ca. 400 Zisternen angelegt. Einige dieser Zisternen werden bis zum heutigen Tage benutzt. Die Stadtmauer verläuft nach einem gut durchdachten Plan von Ehmedek, der inneren Burg, dem Hinrichtungsturm, entlang der Cilvarda Felsnase weiter zum Arap Evliyası bis hin zum Ostturm; zieht sich bis nach Tophane, entlang der Werft und endet schliesslich am Roten Turm. Auf dem höchsten Punkt der Halbinsel befindet sich die innere Festung, die heute als Freiluftmuseum der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Der Sultan Alaeddin Keykubat I. hatte seine Festung hier erbauen lassen… Auch heute noch ist der Burgberg bewohnt. In kleinen romantischen Gärten werden authentische Essen serviert. Ferner haben sich an der Strasse, die auf die Burg führt, und an den Hängen mit Blick auf den Hafen zahlreiche Restaurants und Cafes angesiedelt. Die Strasse auf die Burg ist für Verkehrsmittel freigegeben. Zu Fuss dauert der Aufstieg etwa 1 Stunde.

DER ROTE TURM: Der Rote Turm befindet sich am Hafen. Er gilt als Wahrzeichen Alanyas und wurde im 13. Jahrhundert während der Seldschuken Herrschaft erbaut. Der Baumeister Ebu Ali Reha el Kettan baute dieses Werk im Jahre 1226 auf Anordnung des Seldschuken Sultans Alaeddin Keykubat. Da es ab einer gewissen Höhe sehr beschwerlich war, die Steinquader hoch zu befördern, wurden im oberen Turmteil dunkelrote Ziegelsteine verwendet. Daher rührt auch der Name Roter Turm. In den Wänden des Turmes sind Marmorblöcke aus der Antike zu erkennen. Betrachtet man den Grundriss des Turmes, bemerkt man, dass er ein Achteck darstellt. Die Breite beträgt 12,5 Meter. Bei einer Höhe von 33 Metern hat der Rote Turm einen Durchmesser von 29 Metern. Der Bau besteht aus fünf Etagen. Auf die oberste Etage gelangt man nach der Bewältigung von 85 Steinstufen, die ungewöhnlich hoch sind. Das Sonnenlicht dringt von oben bis zur ersten Etage des Turmes vor. Im Zentrum befindet sich eine Zisterne. Er wurde errichtet um sowohl den Hafen als auch die Werft vor etwaigen Angriffen von der See aus schützen zu können. Jahrhunderte lang wurde er zu militärischen Zwecken genutzt. In den 50iger Jahren wurde der Rote Turm restauriert und 1979 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute befindet sich im ersten Stockwerk das Museum für Völkerkunde.

DIE WERFT: Mit dem Bau dieser historischen Werft in der Nähe des Roten Turmes wurde 6 Jahre nach der Eroberung der Stadt durch den Seldschuken Herrscher Alaeddin Keykubat im Jahre 1227 begonnen. Die Bauzeit betrug ein Jahr. Die Werft besteht aus insgesamt fünf Arkaden, deren Vorderfront 56,5 Meter beträgt. Die Tiefe der einzelnen Arkaden beträgt 44 Meter. Der Standort der Werft wurde so gewählt, dass bei den Arbeiten das Tageslicht möglichst lange genutzt werden kann. Die Inschrift über dem Eingang ist mit Rosetten verziert und enthält zudem das Wappen des Sultans. Die Werft von Alanya ist die Erste der Seldschuken im Mittelmeer. Die Werft ist vom Meer aus mit dem Schiff oder vom Land aus mit einem Spaziergang über die alte Stadtmauer zu erreichen.

DIE GESCHÜTZGIESSEREI: In direkter Nachbarschaft zu der Werft liegt die Geschützgiesserei. Sie wurde auf einem zehn Meter über dem Meeresspiegel liegenden Felsen errichtet und diente vermutlich der Verteidigung der Werft. Sie wurde im Jahre 1227 aus zugeschnittenen Steinquadern erbaut. Das dreistöckige Bauwerk diente neben der Verteidigung auch als Arsenal, in dem Geschütze für die Kriegsschiffe gegossen wurden.

EHMEDEK: Diese Gebäude im Norden der Festung wurden auf der aus der byzantinischen Periode stammenden „kleinen Festung“ als Mittelteil der heutigen Festung von den Selschuken erneut aufgebaut. Aus der Inschrift über dem Eingangstor geht als Jahr der Erbauung 1227 hervor. Den Namen Ehmedek erhielt dieser Gebäudekomplex vermutlich von seinem Baumeister in der Selschuken Periode. Die Anlage besteht aus zwei Teilen mit jeweils drei Türmen. Der Standort wurde strategisch so gewählt, dass man sich von dort aus gegen Angriffe von Land verteidigen konnte und gleichzeitig die innere Festung, in der sich auch der Palast des Sultans befand, schützen konnte. Die bis heute erhaltenen Mauern der Türme wurden in der byzantinischen Periode aus Felsen gehauen. Die drei Zisternen im Inneren der mittleren Festung werden auch heute noch genutzt. In die Wände der Festung sind Darstellungen antiker Schiffe eingraviert, die der seldschukischen Ära zuzuordnen sind.

BEDESTEN: Dieses Gebäude wurde im 14. oder 15. Jahrhundert während der Periode der Karamanoğulları erbaut und diente in dieser Zeit als Herberge oder Handelsplatz. Es liegt innerhalb der Festung, ganz in der Nähe der Süleyman Moschee. Es handelt sich um einen rechteckigen, aus Steinblocken gefertigten Bau. Im Inneren sind 26 Räume vorhanden. Der Innenhof ist 13 Meter breit und 35 Meter lang. Das historische Gebäude wird heute als Hotel, Restaurant und Cafeteria genutzt. Die ehemaligen Geschäftsräume werden heute als Hotelzimmer genutzt. Im Garten ist eine grosse Zisterne vorhanden, die über eine Treppe erreicht werden kann. Der Ausblick des Gartens geht einerseits auf die höher gelegenen Stadtmauern, andererseits auf das unten gelegene Mittelmeer und die Strände. Auch ein Blick auf das Taurusgebirge ist für die Besucher von dort aus zu geniessen.

MÜNZPRÄGEREI: An der Spitze der Halbinsel erstreckt sich eine längliche Felsnase etwa 400 Meter weit ins Meer hinaus. Dies ist das Cilvarda Cap. Unter der Bevölkerung heisst es, dass es sich bei dem Gebäude um eine alte Münzprägerei handelt. Dies ist jedoch bisher nicht erwiesen. Eines der Bauwerke ist eine kleine Kirche aus dem 11. Jahrhundert. Das andere Gebäude wurde vermutlich als Kloster genutzt. Die Kuppel der kleinen Kirche ist relativ gut erhalten. Auf den Felsen befindet sich eine Zisterne. Von der Inneren Festung ausgehend sind bis zu der Gebäudegruppe Stufen in die Felsen eingehauen, die jedoch heute nicht mehr nutzbar sind. Sowohl von der Inneren Festung als auch vom Schiff aus bietet sich den Betrachtern ein beeindruckender Anblick.

DIE ALARA FESTUNG: Die Alara Festung liegt etwa 37 Kilometer westlich von Alanya, ca. neun Kilometer vom Meer entfernt. Sie wurde von dem Seldschuken Sultan Alaeddin Keykubat 1232 erbaut und diente dem Schutz der Karawanen, die in der Herberge am Ufer des Alara Flusses auf ihrem Weg auf der Seidenstrasse Station machten. Die Festung ist auf einem abschüssigen Hügel gebaut. Der Höhenunterschied zwischen den einzelnen Teilen der Festung beträgt 300 Meter. Sie hat ein imposantes Aussehen und besteht mit der Äusseren und Inneren Festung aus zwei Teilen. Durch eine Galerie mit 120 Stufen erreicht man den inneren Teil der Anlage. Das sie bisher nicht zur Besichtigung frei gegeben wurde, sollte man bei einem Besuch auf lose Steine und Pflanzen achten. Im Inneren der Burg wurden in den Fels mehrere Tunnel geschlagen. Unter den Ruinen befinden sich auch ein kleines Schloss, Zimmer für das Wachpersonal, eine Moschee und ein Türkisches Bad. Wer auf den Fusswegen und Festungsmauern folgend den Gipfel des Festungshügels erklimmen möchte, sollte etwa eine Stunde für diese Exkursion einplanen. Der Ausblich entschädigt dann anschliessend für alle Mühen.

Weitere Anziehungspunkte

Die Damlatasch-Höhle: Etwa 1200 m westlich von Alanya in der nähe der Burg liegt eine kleine, alte höhle nahe an der see mit vielfarbigen Stalaktiten und Stalagmiten von höchst merkwürdiger struktur. In der Höhle herrscht eine gleichbleibende Temperatur von 22 –23 C und eine Luftfeuchtigkeit von 98%. Der Platz wird Asthmapatienten und an chronischer Bronchitis Leidenden als heilsam empfohlen. Konakli ist ein sympathischer Ferienplatz östlich von Alanya, bewaldet und direkt am Meer mit vielen guten Unterbringungsmöglichkeiten.

Incekum: Das gebiet erstreckt sich an der Straße von Antalya nach Alanya etwa 20 km davor mit ausgedehnten Tannenwaeldern, die bis zum Meer hinunterführen und ist ein idealer Zelt –und Ausflugsort. Das Flusstal des Dim ca. 5 km von Alanya entfernt ist das Dimtal ein herrlich erfrischender Ausflugsort.

Strände und sportliche Aktivitaeten

Alanya verfügt in östlicher und westlicher Richtung gesamt etwa über 70 km Strand. Die Fremdenverkehrsanlagen sind mit Schwimmbädern aller Größen ausgerüstet. Das Sportstadion der Stadt hat 2000 Plätze İm Atatürkpark sind Tennis-,Volleyball - und Handballplätze vorhanden.

Jagen und Fischen

In den nahen Taurusbergen leben Baer, Rotwild und Rebhuhn. In kleinen Booten kann man auf den Flüssen und dem Meer zum Fischen fahren.

Die Geschichte von ALANYA in Kurzfassung

Alanya ist eine auf einer kleinen felsigen Halbinsel gelegene Stadt. In der Antike lag diese Stadt im Grenzgebiet zwischen Pamphylien und Kilikien. Daher wird sie manchmal den pamphylischen und manchmal den kilikischen Städten zugeordnet.

Über die erste Besiedlung dieser Stadt gibt es kaum Kenntnisse. Die von Prof. Dr. Kılıç Kökten im Jahre 1957 durchgeführten Untersuchungen der 12 Kilometer vom Stadtzentrum entfernten Kadıini Höhle vermitteln Wissen über die prähistorische Zeit dieser Gegend. Bei diesen Ausgrabungen wurde festgestellt, dass Alanyas Geschichte bis in die frühe Altsteinzeit (20 000 – 17 000 vor Chr.) zurückreicht.

Das genaue Gründungsdatum und der Name des oder der Gründer sind bisher noch unbekannt. Der älteste bekannte Name der Siedlung lautet Korakesium. Während der byzantinischen Ära wurde die Stadt in Kalanoros umbenannt. Der Herrscher des seldschukischen Staates Alaeddin Keykubad I. (1200-1237) gab der Stadt nach seiner Eroberung der Burg den Namen Alaiye. Im Jahre 1935 verlieh Atatürk bei einem Besuch der Stadt den Namen Alanya. Bereits im 4. Jahrhundert wurde Korakesium von dem Geographen der Antike Scylax erwähnt. Zu jener Zeit stand das Gebiet unter persischer Herrschaft, die ebenso weite Teile Anatoliens eingenommen hatten. Später erwähnen auch wichtige Persönlichkeiten wie der Historiker und Schriftsteller der Antike Strabon, der türkische Seefahrer Piri Reis, Seyyep, der arabische Forscher Ibn-i Batuta und der berühmte türkische Entdecker Evliya Çelebi das heutige Alanya in ihren Werken.

Über die Geschichte Alanyas in der Zeit des frühen Christentums und der byzantinischen Ära ist kaum etwas bekannt. Zur Verteidigung der Stadt gegen die vordringenden Araber wurden vorrangig Festungen erbaut. Aus diesem Grund gehen viele Festungen und Kirchen in Alanya und Umgebung auf das 6. und 7. Jahrhundert zurück.

Der seldschukische Herrscher Alaeddin Keykubat I. besiegte im Jahre 1221 den damaligen Herrscher Alanyas Kyr Vart und errichtete sich hier einen Palast. Neben der eigentlichen Hauptstadt Konya wurde Alanya zur zweiten Hauptstadt ernannt und diente gleichzeitig auch als Winterresidenz. Dadurch wurde die Stadt zum Schauplatz zahlreicher kultureller Aktivitäten.

Durch die Überfälle von Mongolen im Jahre 1243 und die Invasion der ägyptischen Mamelukken wurde der seldschukische Staat 1300 aufgeteilt und von den herrschenden Karamanoğulları 1427 an einen Sultan der Mamlukken für 5000 Goldstücke verkauft. Erst 1471 unter der Regentschaft von Fatih Sultan Mehmet (Fatih der Eroberer) wurde die Stadt von dem osmanischen Reich übernommen.

Alanya wurde, zusammen mit Tarsus, im Jahre 1571 der Provinz Zypern angeschlossen. 1864 wurde es dann zu einem Bezirk der Stadt Konya. 1868 kam der Anschluss an Antalya und 1871 wurde Alanya dann zu einem Bezirk der Provinz Antalya.

 
 
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